Stoppen, Tief atmen, Orientieren, Interessen klären, Couragiert handeln. Sprich innerlich die fünf Wörter, während du zwei Atemzüge nimmst. Dann benenne ein Ziel: Sicherheit, Respekt, Klarheit. Wähle die kleinste hilfreiche Handlung, etwa körperlich absenken, leiser sprechen, Raum öffnen. Diese Sequenz unterbricht Impulsivität, bündelt Aufmerksamkeit und macht dich wieder handlungsfähig, ohne Härte. Mit Übung dauert sie weniger als eine halbe Minute und passt in jede Alltagsszene.
Vereinbare mit dir selbst ein tägliches 10‑Minuten‑Sorgenfenster. Wenn Grübeln unterwegs anklopft, notiere Stichworte und vertage bewusst. Das ist keine Verdrängung, sondern Terminierung. Das Gehirn entspannt, weil es eine verlässliche Parkbucht kennt. Im Fenster prüfst du: Kontrolle, Bedeutung, nächster Schritt. Viele Sorgen lösen sich bis dahin, andere werden überschaubar. Du gewinnst mentale Bandbreite für Kinder, Arbeit und Ruhepunkte, ohne Wichtiges zu ignorieren.
Lege einen Satz fest, der dich in stürmischen Momenten erdet, zum Beispiel: Ich führe mit Ruhe und wähle den nächsten kleinen Schritt. Wiederhole ihn leise, während du ausatmest. Ein solcher Satz reduziert Tonhöhe, verlangsamt das Tempo und verhindert schroffe Worte. Kinder lernen, dass Selbstberuhigung möglich ist. Du bleibst integer, selbst wenn Umstände kantig sind, und findest schneller zurück in eine tragfähige Verbindung.
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